Sonntag, 20. Mai 2012
Weberdoppelvergaser Einbau PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 27. August 2003 um 02:00 Uhr
Die Vergaser wurden gebraucht erstanden. Der Neupreis liegt bei etwa 350EUR pro Stück. Der grosse Vorteil war, dass sie vorher auf einem Escort XR3 mit CVH Motor verbaut waren und deswegen passte natürlich auch die Bedüsung und die Ansaugbrücke. Aber die Problemchen sollten noch kommen.

So sieht der Motor mit Serienvergaser ohne Luftfilterkasten aus:

Als Erstes wurde der Serienvergaser demontiert inkl. ein paar Schläuche.

Nach der Montage der dbilas Ansaugbrücke musste der Unterdruckschlauch vom Bremskraftverstärker gekürzt bzw. angepasst werden, damit er an die Brücke passte, denn ohne Bremskraftverstärker bremst es sich bekanntlich etwas schlechter.

Der erste Vergaser konnte montiert werden. Alle Dichtungen waren im zuvor erstandenen Reparaturkit vorhanden.

Doch jetzt traten die Probleme auf....
1.) Das Gasgestänge zwischen den beiden Vergasern war für die Brücke zu kurz, wie die auf den Escort so gepasst haben sollen.... ist eher fraglich.
2.) Hm, wo ist der Halter für den Gaszug ? Leider auch nicht dabei gewesen
3.) Eine Mutter fehlte ebenfalls, und zwar eine M7, sowas fällt aber nur den Leuten in Italien ein....
Lösung der Probleme:
Ich hab das Glück, dass der Papst der Vergaser, Viktor Günter, nicht wirklich weit weg von mir ist. Köln - Porz.
Am nächsten Tag hin gefahren und dann für knapp 65EUR Kleinkrams eingekauft.
Nun, der Halter für den Gaszug passte wunderbar, das Gasgestänge nach einer kleinen Bearbeitung mit dem Dremel auch, aber der Kugelkopf, wo der Gaszug am Gestänge eingehakt wird, nicht. Der war vom Durchmesser zu gross. Bei VGS angerufen, war die Antwort ernüchternd, den gibt's nur in der Grösse....tjo...
Lösung:
Man schneide den genieteten Kugelkopf vom Serienvergaser ab, und schweisst ihn auf's Gasgestänge des Weberdoppelvergasers. Das sieht dann so aus:

Die Vergaser wurden im Rahmen des Einbaus auch direkt einwenig ausgebessert, die Schwimmernadelventile gegen neue und grössere Exemplare getauscht, die Gehäusedichtung oben und das Filtersieb im Spritzulauf, man will ja später keinen Dreck drin haben.

So, nach endlichen Stunden später sind sie nun drinnen. (Die Flasche im Vordergrund, diente als Trichter für's Kühlwasser, da nix anderes da war)

Zum Abschluss wurde dann der Wasserschlauch von der Heizung wieder verbunden, alle Schläuche wieder angeschlossen und die elektrische Benzinpumpe von Pierburg, die konstanten Druck von ca. 0,3 bar liefert, angeschlossen.

Mittlerweile gibt es noch ein paar Änderungen/Verbesserungen bzgl. Benzinpumpe und Luftfilter.